Siporax als effektivstes Filtermaterial, was es derzeit gibt - Zeolith
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Zeolith

Liebe Aquarianer.

Da man immer wieder die unterschiedlichsten Meldungen über Zeolith als Filtermaterial hört, möchte ich hier ein paar Hinweise geben.

Zeolith ist ein hochporöses Filtermaterial, welches in Süßwasser und auch im Salzwasser verwendet werden kann.

Der Name selbst kommt aus dem Griechischen und bedeutet Zeo (sieden) und Litos (Stein). Die Namensgebung kommt von der Struktur dieser Steine. Erhitzt man Zeolith stark, beginnt es zu sieden. Dieses Gestein ist von sehr kleinen verzweigten Kanälen durchzogen, in welchen Wasser gebunden ist. Dieses wird bei der Erhitzung freigesetzt und somit deutlich sichtbar.

Aus über rund 40 Inhaltsstoffe besteht das hochwirksame Filtermaterial, dabei am wichtigsten Aluminium, Silizium und Sauerstoff. Die Silizium- und Aluminiumatome, sind dabei an andere Atome/Moleküle gebunden und tauschen auch Moleküle aus (Ionentauscher).

Es ist extrem porös und ist daher eine gute Besiedlungsgrundlage für Bakterien welche in den Nährstoffabbau eingreifen.
Oberflächig gebundene Bakterien wandeln Ammonium in Nitrat um, die Bakterien , welche im inneren sitzen, Nitrat in Stickstoff. Es bindet Phosphat und baut diesen auch biologisch ab.

Die Bindung von Sauerstoff verlangt einen höheren Wasserdurchsatz als andere biologische Filtermaterialien.

Nachteile

Wird in Süßwasseraquarien, in denen mit Zeolith gefiltert wird mit Salz (beispielsweise zur Behandlung von Krankheiten) hantiert, besteht die Gefahr, dass die im Substrat aufgenommenen Giftstoffe mit einem mal an das Wasser abgegeben werden. Was ursprünglich dem erkrankten Tier helfen sollte wandelt sich so sehr schnell zum absoluten Supergau.

Auch gefährlich und auf keinem Beipackzettel zu finden. Die meisten Wasseraufbereiter benutzen zeolithähnliche Substanzen, die den Lösungen in microkristalliner Form beigemischt werden. Sie verbessern das Wasser tatsächlich, bleiben aber mit Schadstoffen gesättigt, meist auf und im Bodengrund. Bedenkt man dies nicht und wendet Salz im Wasser an, werden auch hier die Giftstoffe wieder herausgelöst und an das Wasser abgegeben. Dies ist ein Grund, weshalb ich keine Wasseraufbereiter in meinen Aquarien verwende. Auch wird in meinen Aquarien kein Salz bei Erkrankungen verwendet. Wirksamer ist eine solche Anwendung eh, wenn ein erkranktes Tier kurzzeitig in einer Solelösung behandelt wird und die Ursache einer Erkrankung beseitigt wird.

Auch sollte man nicht mehr als 100-500g des Materials (je nach biologischer Belastung des Wassers) in einen Filter einbringen, da das Becken sonst sehr schnell überfiltert und das Rhedoxpotential zu hoch wird (u.a. Gefahr von Pinselalgen).

Salz zum reaktivieren von Zeolith

Zeolith kann man mittels Kochsalz reaktivieren.
Hierzu wäscht man zuerst das Substrat aus, um anhaftenden Mulm und Schmutz zu entfernen. Anschließend legt man die Steine, lose, für mindestens 24, besser 48 Stunden in eine 5%ige (50g pro Liter) Kochsalzlösung (jodfreies Salz). Mehmals umrühren und aufkochen, damit die Giftstoffe restlos ausgewaschen und ausgelöst werden.

Natürlich müssen die Steinchen anschließend mehrmals gründlich unter fließendem Wasser ausgespült werden.

Am effektivsten funktioniert das Reaktivieren, wenn die Steinchen vorher richtig trocken waren, denn die Sole kann dann besser, auch in die Microkanäle der Steine, eindringen,

Um die Molekularsiebfunktionalität wiederherzustellen muss das Gestein bei 220-250°C im Backofen getrocknet werden. So werden die im Fitermaterial eingeschlossenen Gase wieder herausgelassen.

Lagerung des Filtermaterials

Wird Zeolith im Teichfilter verwendet, sollte man auf eine frostfreie Lagerung achten, da das in den mikroskopisch kleinen Kanälen enthaltene Wasser gefrieren kann und der Stein komplett zerfällt, wenn die im Stein vorhandene Flüssigkeit gefriert.

Wird Zeolith im Seewasserbecken verwendet, sollte es nicht, wie oben beschrieben mit Salz behandelt werden. Bitte in diesem Fall die Steine in ein feuerfestes Gefäß mit Deckel geben und unter Zugabe von etwas Wasser für 30 Minuten bei 160-200°C auskochen/ausdampfen. Das Wasser sofort abgießen und das Substrat nach dem Abkühlen mit reichlich klarem Wasser waschen.

Stark verschmutztes und nach der Reinigung noch immer unangenehm riechendes Substrat sollte man austauschen. Zeolith kann als biologisches Material auf den Kompost geworfen oder auch als Substrat für Hydrokultur weiterverwendet werden.

Nachfrage aus dem Garnelenforum zum Klinoptilolith-Gehalt von 95%

Ich wurde nach der Veröffentlichung meines Artikels im Garnelenforum darauf hingewiesen, dass es wichtig wäre, ein Zeolith mit einem Klinoptilolith-Gehalt mit mindestens 95% und auch, dass nur das grüne Mineral brauchbar wäre.

Ich habe daraufhin diverse Artikel im Netz gelesen und fand den von AquaRichtig am plausibelsten und sehr einleuchtend und gut erklärt.
An dieser Stelle möchte ich mich bei Frau Petra Olbort für die Erlaubnis zur Veröffentlichung des nachfolgenden eBay-Ratgebers bedanken.

Was ist das beste Zeolith und wie wirkt es?

Nach 5 großen Berichten mit unendlich vielen Versuchen über das Zeolith soll dieser jetzt Aufklärung darüber geben was richtig und was falsch an vielen Aussagen über dieses phantastische Gestein ist.

Bestätigt hat sich alles was ich über Zeolith schon vor vielen Jahren zu dem Einsatz im Aquarium anführte.
Ob es um den rätselhaften Tod der Zahnkarpfen (besonders Guppy) ging, die mit Einsatz des Zeolith nicht mehr zu Hunderten abgemagert eingingen, wobei Nachzuchten zu 95% weniger degeneriert oder verkrüppelt waren, es hat sich Tausendfach bewährt.

Ebenso dass Fische und Pflanzen mit Einsatz des Zeolith (auch Korallen im Meerwasser) wesentlich besser, farbenprächtiger und gesünder entwickelten.

Auch dass Wasserwechsel mit mechanischer Zeolith-Filterung, durch Aufnahme des Ammoniums, welches in weiteren Nitrifikations-Schritten nicht mehr zu Nitrat werden kann erheblich verlängert werden ist unbestritten.
In diesem Zusammenhang durch den Entzug des Ammonium auch die Vernichtung und Verhinderung von Algen, wobei sehr viele Aquarianer nur durch den Einsatz von Zeolith und Aufnahme Ammonium durch dieses algenfreie Aquarien bekamen.

Hier könnte ich noch viele Beispiele für die positive Wirkung des Zeolith auf alle Organismen, auch Mikroorganismen anführen doch möchte ich mich hier auf das wesentlichste beschränken und das ist die richtige Aufklärung über Klinoptilolith-Zeolith.

Unbestritten hat Zeolith einen riesigen Boom und was den Einsatz in der Aquaristik an geht löste ich diesen mit Sicherheit auf vielen Plattformen durch meine Berichte und der positiven Bestätigung unserer Kunden erheblich mit aus.

Zeolith ist in jedes Aquarianers Munde und ich freue mich sehr darüber, denn mir ging es immer nur darum Fische und Pflanzen zu retten, oder zumindest bessere Bedingungen für diese zu schaffen.

Leider stelle ich aber, seit sich immer mehr für Zeolith interessieren fest, dass die Interessenten auch viel hinter das Licht geführt werden was denn nun das beste Zeolith ist und dass sich viele Anbieter mit utopischen Klinotilolith-Gehalten zu übertrumpfen versuchen.

Es gibt kein Zeolith mit 95% Klinoptilolith-Gehalt auf der Welt!

Selbst wenn es dieses geben würde, dann würde das aber immer noch nicht bedeuten, dass es das beste Klinoptiololith Zeolith ist, denn viel mehr entscheidend für hochwertiges Zeolith ist der Anteil an Silizium zu Aluminium für dessen Güteklasse.

Der Anteil an Silizium zu Aluminium sollte so hoch als möglich sein was bedeutet, dass SIO2 so hoch als möglich und AL2O3 so niedrig als möglich sein sollte.

Zeolith setzt sich aus Silizium von 60%-70% zusammen.
Gefolgt von Aluminium mit 10%-16%
Weitere Elemente** sind dann vorwiegend Magnesium mit Höchstwerten von max. 2,17%, Calcium max. 5,2%, Kaliumoxyd max. 4,4%, Titanoxyd max. 1,15%, Eisen max. 2,7%, Natriumoxyd max. 3%, sowie weitere Elementen wie H2O bis 8% und andere in Spuren im 0,0 - 0,000% Bereich.
Weitere Bestandteile von Klinoptilolith Zeolith sind dann noch Quarz max. 20%, Kalzit max. 2,5%, Biotit und Chlorit max. 5%
Quelle:
Das große Werk von Prof. Dr. Karl Hecht, Elana Hecht-Savoley
"Naturmineralien - Regulation - Gesundheit". 

**Bei den weiteren Elementen unterscheidet sich dann auch schon die Qualität des Klinoptilolith Zeolith, denn umso mehr andere Bestandteile, desto weniger Platz ist für die zu oberst angeführten!

Sowenig wie es Zeolith nicht mit 95% Klinoptilolith-Gehalt geben kann, sowenig gibt es Zeolithe mit Silizium Gehalt von 75%! Mögliche Ausnahmen, wofür es nicht einen einzigen wissenschaftlichen Beweis gibt, wären keine Regel und schon gar nicht auf dem Markt erhältlich.
Eine mir vorliegende wissenschaftliche Dissertation (Doktorarbeit) über Zeolith und Bestimmung der Zusammensetzung/Wirkungsweise/Adsorption werde ich in anderem Zusammenhang noch erörtern.

Hier einige Angaben zu Vorkommen und Zusammensetzung von Klinoptilolith Zeolithen:

Aydak:
Klinoptilolith 70%-80%, Quarz 14%-16%, Kalzit 2%-2,5%, Biotit und Chlorit 2%-3% 

Dzegvi:
Klinoptilolith 80%-90%, Quarz 1%-2%, Kalzit 0,5%-2,5%, Biotit und Chlorit 3%-4% 

Novy-Kokhb:
Klinoptilolith 80%-90%, Quarz 6%-7%, Kalzit 0,5%, Biotit und Chlorit 4%-5% 

Bad Khyz:
Klinoptilolith 70%-75%, Quarz 18%-20%, Kalzit 1,5%-2,5%, Biotit und Chlorit 2%-2,5% 

Silizium Gehalte:
Slowakei 65%-71%, Kaukasus (Khalilov und Bagirov 2002) 64,16%, Kroatien Megamin (Lelas 2002) 61,69%-67,17%, Sibirien 64,7%-72,8%
Quelle:
Das große Werk von Prof. Dr. Karl Hecht, Elana Hecht-Savoley
"Naturmineralien - Regulation - Gesundheit". 

Es gibt natürlich noch viele Zeolithe mit weniger Silizium/Klinoptilolith Gehalt die ich hier aber nicht gesondert erwähnen muss, obwohl auch sicher diese irgendwo auf dem großen Markt angeboten werden.
Vorkommen gibt es in Deutschland im Harz, im Thüringer Wald, in der Eifel, im Erzgebirge, im Westerwald und einigen anderen Orten vulkanischen Ursprungs.

An dieser Stelle darf ich anführen, dass unser Zeolith einen Klinoptilolith Gehalt von 80%-90%, je nach Charge und einen Silizium Anteil von 64%-71% enthält.
Diese Info darum, weil es Aussagen im Internet gibt, dass unser Zeolith nichts taugen kann weil wir es so günstig an bieten!
AquaRichtig ist nicht nur bei Klinoptilolith Zeolith sehr preiswert, denn unser Ziel ist erfolgreiche Aquaristik die sich auch jeder leisten kann.
Abgesehen davon, dass wir keine Krämer sind und nachweislich zig Tonnen Klinoptilolith Zeolith jährlich ordern.

Nun wissen Sie etwas mehr über die Güte Kriterien von Klinoptilolith Zeolith und hier gleich noch Aufklärung warum Zeolith so phantastische Wirkung im Aquarium hat.

Entzieht Klinoptilolith Zeolith dem Wasser wirklich wichtige Stoffe?

Hier muss ich lächeln über die vielen Aussagen, dass Zeolith ein Nährstoffkiller ist, denn gerade das Gegenteil ist der Fall.

Zeolith besteht aus den häufigsten Elementen der Erde und diese sind:
Sauerstoff, Silizium, Aluminium, Eisen, Calcium, Natrium, Kalium und Wasserstoff.
Nicht ohne Grund wird Klinoptilolith Zeolith auch als Bodenverbesserer mit Langzeit-Düngewirkung ein gesetzt.
Auch im Aquarium hat das Zeolith diese Langzeit-Düngewirkung und wir dokumentierten vor einigen Jahren prächtigsten Pflanzenwuchs ohne jede Zugabe von Aquariendünger.
Allerdings brauchen Pflanzen mehr Elemente als im Zeolith enthalten, die man mit Komplexdünger zu geben sollte.

Dass Zeolith Ammonium, Schwermetalle, Phenole, Toxine und vieles mehr auf nimmt ist inzwischen auch hinreichend bekannt.

Aber gegen was bitteschön sollen diese Stoffe aufgenommen werden wenn nicht durch Austausch der im Zeolith enthaltenen Elemente???

Dass Zeolith ionenaustauschend wirkt ist hinreichend bekannt, aber anscheinend nicht wie es funktioniert!!!

Die ersten technisch eingesetzten Ionenaustauscher überhaupt waren Zeolith und der Ionenaustausch basiert darauf, dass die Ionen in dem Zeolith, die Kationen, leicht beweglich sind und so durch andere Ionen aus der Umgebung in dem Strukturgerüst des Zeolith leicht ersetzt werden können.
Auf diese Art lassen sich aus unserer Lösung Wasser unerwünschte Ionen entfernen und dauerhaft in das Zeolith binden!
Zeolith wirkt hier wie ein Schwamm und ist dieser gesättigt, dann sind die gebundenen Stoffe bis zur Regenerierung darin fest gehalten.

Das Prinzip des Ionenaustausches ist recht einfach, denn das am stärksten bindende Ion verdrängt die am schwächsten bindenden Ionen aus der Verbindung des Austauschermaterial - hier dem Zeolith.
Gibt es kein stärkeres Ion zur Verdrängung, dann bleibt dieses an das Austauschermaterial gebunden bis durch eine höhere Konzentration von Natrium Ionen (Kochsalz) diese bei der Regenerierung gelöst und weg gespült werden.

Etwas anderes ist es bei Spezial behandeltem Zeolith als Weichmacher in Waschmaschinen und Geschirrspülern, denn hier wird das Wasser durch Abgabe von Natrium Ionen gegen Aufnahme von Calcium Ionen weicher gemacht.
Merke:
Wie ein Ionen austauschendes Material wirkt und welche Stoffe es aufnimmt hängt immer von der Beladung dessen ab.

Zur Aufnahme von nahezu allen Stoffen, mit unbegrenzten Einsatzmöglichkeiten ist es heutzutage möglich ein spezielles Zeolith zu schaffen.

Ein Märchen ist es auch, dass Klinoptilolith Zeolith ein Wegwerfprodukt sei, denn mechanisch, Stoffe aufnehmendes Zeolith ist immer wieder regenerier und verwendbar.
Dazu an anderer Stelle aber mehr.
Vollbiologisch, durch Bakterienbesatz wirkendes Zeolith ist das Filtermaterial auf Langzeit überhaupt, denn Bakterien haften durch einen negativen Pol auf dem Kopf auf dem durch die Kationen positiv geladenen Zeolith.
Dies erklärt auch warum ein Zeolith-Körnchen schon nach wenigen Tagen unter dem Elektronenmikroskop wie ein Wattebällchen aus Bakterien dar gestellt wird.
In einem anderen Bericht über Nitrifikation dazu demnächst mehr.

© Petra Olbort 23. 03. 2010

Beachten Sie bitte das Urheberrecht für diesen Artikel!


Frau Petra Olbort von Firma AquaRichtig hat mir weitere Informationen vom 31.5.10 zukommen lassen, die wichtige Informationen zur Erweiterung des Artikels enthalten.

 

Zeolithfilterung, aber aquarichtig.

Darum ist Zeolith das beste Filtermaterial.

 

Mit Zeolith vollbiologisch oder mechanisch filtern.
Zeolith als Molekularsieb.

Die Verunsicherung über den Einsatz von Zeolith ist groß und immer wieder erreichen uns Fragen wie es richtig angewendet wird.

Aussagen wie, dass 200 Gramm ausreichend sind um ein 200 Liter Becken auf Wochen/Monate zu klären sind natürlich grundfalsch.

Zeolith ist wirklich ein fantastisches Material und das nicht nur zur Filterung des Aquariums, denn es wird weltweit wegen seiner vielen positiven Eigenschaften in vielen Bereichen eingesetzt.

Zeolith wirkt bei Einsatz in dem Aquarium 3fach, nämlich als vollbiologisches und mechanisches Filtermaterial, sowie als Molekularsieb.

Vollbiologische Filterung mit Zeolith:

Dieses ist die wichtigste Filterung überhaupt und das nicht nur im Aquarium, sondern in allen Gewässern um Schadstoffe ab zu bauen und unschädlich zu machen.
Nitrifizierende Bakterien wie Nitrobacter/Nitrosomonas, sowie weitere der Gattung Nitro oxidieren mit Hilfe von Sauerstoff Ammoniak zu Nitrit und Nitrit zu Nitrat.
Diese Bakterien brauchen Sauerstoff zum leben und ersticken wenn ihnen mit fließendem  Wasser nicht ständig Sauerstoff zu geführt wird.
Durch zugesetzte Filtermaterialien fließt kein Wasser mehr, welches sich physikalisch bedingt immer den Weg des geringsten Widerstandes sucht - siehe auch Tipps rund um das Aquarium unter richtiger Filterung!

Logischerweise bedarf es umso mehr dieser wichtigen Bakterien desto größer der Schadstoffeintrag durch Fischausscheidungen, Fütterung, usw. ist und darum sollte eine große Besiedlungsfläche für die guten Geister der Gewässer vorhanden sein.

Diese bietet Zeolith durch seine hervorragende Struktur die auch gewährleistet, dass immer sauerstoffhaltiges Wasser das gesamte Filtermaterial Zeolith durchströmt.

Das besondere an Zeolith zur vollbiologischen Filterung ist, dass sich die Bakterien regelrecht an das Zeolith anheften, da die Bakterien einen negativen Pol an der Kopfseite haben der die Anheftung auf dem positiv geladenen Zeolith ermöglicht.
So erklärt sich warum ein Zeolithkörnchen innerhalb von Wochen unter dem Mikroskop wie ein Wattebällchen aussieht.

Selbstverständlich wird vollbiologisch wirkendes Zeolith niemals regeneriert, sondern bei Bedarf und starker Verschmutzung nur leicht in Aquarienwasser abgespült.
Gutes und richtig vollbiologisch wirkendes Zeolith sieht auch nach Monaten noch nahezu wie frisch eingefüllt im Filter aus.

Merke:
Es sollte so viel Besiedlungsfläche als möglich für Bakterien vorhanden sein und wir haben mehrere Kunden mit Großaquarien die mit Biofilter-Becken unter diesen bis 120 Kg Zeolith im Einsatz haben wovon 60% der vollbiologischen und 40% der mechanischen Filterung dienen.
Das gesamte mögliche Filtervolumen sollte der vollbiologischen Filterung dienen wobei nur ein Vorfiltermaterial wie unser Grobfill oder Tonröhrchen Einsatz vor/unter dem Zeolith eingesetzt werden sollte um eine lange Durchflussrate zu erreichen.
Obenauf eine grobe Filterschaumplatte die mit zunehmender Verschmutzung dann auch feinere Schwebepartikel bindet.

Mechanische Filterung mit Zeolith:

Diese erachten wir, der Erfolg unserer Kunden gibt uns recht, neben der vollbiologischen Filterung als sehr wichtig.
Zeolith wirkt, wie anderweitig von uns beschrieben Ionen austauschend, indem es Kationen aufnimmt und andere wichtige Kationen an das Wasser abgibt.
Hier erwähnen wir nur das Ammonium-Kation welches ein stärkeres Ion ist als die Calcium, Kalium, oder Magnesium Ionen, die vorwiegend in dem Zeolith gelagert sind.
Das Ammonium-Ion verdrängt die anderen Kationen aus dem Zeolith und wird dauerhaft in diesem bis zur Regenerierung des Zeolith gebunden.
Ammonium welches dem Wasser entzogen wird kann in weiteren Schritten nicht mehr in Ammoniak/Nitrit/Nitrat überführt werden und somit das Wasser belasten.
Ergo sind Wasserwechsel durch mechanische Filterung wesentlich seltener aus zu führen weil das Nitrat nicht so schnell ansteigt und im Idealfall sogar einen konstanten Wert von 10 - 15 mg/l erreicht da auch Pflanzen Großverbraucher für Nitrat sind und das täglich anfallende komplett aufnehmen könnten.
Außer Ammonium nimmt Zeolith auch viele weitere Stoffe wie in anderen Artikeln beschrieben auf, bindet Chlor und Schwermetalle und vielem mehr.

Merke:
Ein Händchen voll Zeolith, mit 200 Gramm, wie oft empfohlen kann schon in einem Tag gesättigt sein und ist dann erst einmal völlig nutzlos, denn bis es in vollbiologische Filterung übergeht dauert es sehr lange.
Unsere Empfehlung mit Zeolith zur mechanischen Filterung mit Regenerierung dessen alle 4 - 6 Wochen sind für ein 60 Liter Becken schon ein Säckchen mit 250 Gramm Zeolith, welches dann natürlich auch Wasseraufbereiter erspart.
Der Vorteil des Zeolith zur mechanischen Filterung liegt darin, dass die mechanische Filterung nicht im Filter statt finden muss, sondern einfach in das Aquarium gehängt oder gelegt funktioniert.
Das vorbeifließende/strömende Wasser bewirkt hier schon den Austausch der Ionen.

Nicht richtig ist auch, dass man Zeolith mit 5 Gramm Kochsalz auf 1 Liter Wasser  vollständig regenerieren kann, denn die aufgenommenen Ionen wie Ammonium und viele andere müssen ja wieder aus ihrer Position durch Regenerierung verdrängt werden. (Anm.: im Ausgangsartikel bin ich von 5%iger Salzlösung ausgegangen, hatte aber 5g auf 1 Liter Wasser geschrieben. Richtig wäre hier 50g auf 1000ml Wasser zu verwenden. U.D:)
Ist die Regenerierlösung zu schwach, dann funktioniert der umgekehrte Ionenaustausch nur unvollkommen.
Erforderliche Menge Kochsalz zur Regenerierung sind mindestens 20 Gramm Kochsalz auf 1 Liter Wasser.

Zeolith als Molekularsieb:

Zeolith kann außer Bakterien Siedlungsfläche zu bieten, oder Ionen aus zu tauschen auch noch Moleküle wie Gase (Schwefelwasserstoff, Chlor, etc.) binden, Wasser enthärten und vieles mehr.
Wichtig für Fische ist auch unser vielfältiges in unserem Komplex-Alleindünger oder Bio-Wasseraufbereiter eingesetztes micronisiertes Zeolith in Lebensmittelqualität, denn es nimmt auch im Körper der Tiere Stickstoffe auf.
Zeolith ist das einzige Material zur Aufnahme von Molekülen und viele andere Materialien wurden bisher dieser Aufgabe nicht, oder nur unzureichend gerecht.

Merke:
Da Zeolith Ionen austauschend auch Gase wie Chlor und Schwermetalle wie Kupfer bindet ist es der natürlichste Wasseraufbereiter überhaupt, denn herkömmliche Wasseraufbereiter zaubern Schadstoffe nicht einfach weg, sondern binden diese künstlich.
Diese gebundenen Stoffe können im Aquarium durch Bakterien oder Verdrängung durch andere Ionen wieder reaktiviert werden und somit das Wasser wieder belasten.
Durch rätselhaftes Massensterben von Garnelen mit Mattenfilterung in den Becken kamen wir hier auf diese Ursache.

Wichtig zu Wissen:
Nur frisches Zeolith wirkt auch als Molekularsieb zur Aufnahme von Gasen, denn um das Molekularsieb zu erhalten reicht eine einfache Regenerierung des Zeolith mit Kochsalz nicht aus, auch wenn das immer wieder behauptet wird.
Wer Zeolith zur mechanischen Filterung einsetzt kann dieses auch nach Regenerierung im Backofen wieder zum Molekularsieb aktivieren was den Kauf von Wasseraufbereitern erspart.
Das Zeolith wird hierzu auf ein Blech in den kalten Backofen gelegt und dann auf 220 Grad hoch gefahren.
Ist die Temperatur erreicht, dann noch 5 Minuten im Backofen belassen und anschließend abkühlen lassen.
Bei einfacher Regenerierung des Zeolith mit Kochsalz wird die Molekularsiebfunktion nicht erreicht, sodass die aufgenommenen Gase/Stoffe nicht abdampfen können.
Die Molekularsiebfunktion des Zeolith kann ansonsten nur durch eine Vakuummaßnahme mit Erzeugung von Unterdruck wieder hergestellt werden.

Tipp:
Wenn Sie Zeolith zur mechanischen Filterung verwenden dann bestellen Sie die doppelte Menge, denn dann haben Sie nach Aufbereitung des gebrauchten immer frisches Zeolith mit Ionenaustausch und Molekularsiebfunktion.
Bei der oben aufgeführten Trocknungs/Erhitzungsmethode erreichen wir eine Trocknung von ca. 0,1 ppm H2O   

So wirkt Zeolith mit Ersteinsatz im Aquarium:

Frisch eingesetztes Zeolith wirkt erst einmal Ionen austauschend, mit Bindung von Schwermetallen. Zugleich auch als Molekularsieb zur Bindung von Chlor, etc. wodurch also die Zugabe von Wasseraufbereitern nicht erforderlich ist.
Je länger das Zeolith im Einsatz ist, desto mehr verliert es auch seine Ionenaustausch/Molekularsiebfunktion mit zunehmender Sättigung durch Aufnahme der Stoffe.
Bei Einsatz im Filter mit ständigem Wasserfluss durch das Zeolith siedeln sich auf diesem dann auch schnell die Nitro-Bakterien an die sich innerhalb 24 Stunden einmal verdoppeln wodurch sich dann langsam die vollbiologische Filterung einstellt. Auch mit Zeolithfilterung sollte man von einer Einfahrzeit des Aquariums von wenigstens 4 Wochen ausgehen wenn man Filter oder Aquarium neu startet.
Da man Bakterien weder konservieren noch einfrieren kann nutzen hier auch Bakterienstarter nichts um die Einlaufzeit zu verkürzen. Siehe auch B - Bakterien im Aquarium!

Verwendet man Zeolith zur mechanischen Filterung mit Säckchen in das Aquarium gehängt/gelegt, oder in separatem Filter/Biobecken, dann erschöpft sich dieses auch durch die Aufnahme von Ionen und Molekülen.
Riecht Wasser richtig nach Chlor, oder ist das Aquarium überbesetzt, dann sollte man das Zeolith alle 2 - 3 Wochen regenerieren. Ebenso wenn man weiß, dass das Wasser stark mit Kupfer belastet ist.
Ansonsten genügt es das Zeolith alle 4 - 6 Wochen zu regenerieren.

Wichtig zu wissen: 
Zeolith ist kein Wegwerfprodukt, sondern es ist auf Langzeit und Jahre verwendbar.
Zur vollbiologischen Filterung bleiben die wichtigen Bakterien erhalten wenn man das Zeolith nur leicht in Aquarienwasser abspült.
Zur mechanischen Filterung ist Zeolith immer wieder regenerierbar, wobei wir aber einen Austausch alle 2 Jahre empfehlen um sicher zu sein, dass die Struktur des Zeolith durch das erhitzen nicht alterte, oder angegriffen wurde.

Mit freundlicher Genehmigung der Autorin. Beachten Sie bitte das Urheberrecht für diesen Artikel!
© Petra Olbort, 31.05.2010

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