Vergleich der unterschiedlichen Luftheber-Bauformen - Luftheber Tipps
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Luftheber Tipps

Da es immer wieder zu Problemen bei der Beschaffung von passenden Rundringen kommt, möchte ich hier noch ein paar Tipps geben.

Ich habe in 5 Jahren noch keinen von mir gebauten Luftheber öffnen müssen, um die Luftlöcher zu reinigen.

Von daher bietet sich an, auf die Rundringe oder Dichtgummis zu verzichten und die beiden Rohrenden einfach mit einer Heißklebepistole zu verschließen.

Im Fall des anfangs beschriebenen Lufthebers verwende ich einfach 3 Streichhölzer als Abstandhalter zwischen den Rohrstücken und setze in den freibleibenden Bereich ein paar Klebepunkte. Nach dem Entfernen der Abstandhalter ziehe ich je eine komplette Klebenaht, um die Rohre miteinander zu verbinden und abzudichten. Die Dichtgummis werden nicht mehr benötigt und die Luftheber werden wieder etwas preiswerter.

Ebenfalls habe ich festgestellt, dass die dritte Reihe Bohrungen nicht wirklich benötigt wird. Wer einmal von unten in das Steigrohr hineinschaut, wird sehen, dass bei optimaler Fördermenge, nur die obersten Bohrungen Luft in das Rohr befördern. Also lasse ich diese zusätzlichen Bohrungen neuerdings weg.

Größe der Bohrungen

Oft werde ich gefragt, welche Bohrergröße man für die Luftlöcher verwenden soll.

Aufgrund von unterschiedlichen Drücken und Luftmengen, die von der verwendeten Pumpenart abhängig ist, kann man folgende Faustregel benutzen:

Der Grund ist einfach zu erklären:
Durch die hohen Drücke und erheblich größeren möglichen Luftmengen, die größere Anlagen erzeugen, sollte man sicherheitshalber etwas größere Bohrungen machen, da sonst die gesamte Konstruktion auseinanderrutschen kann. Dies ist mir bei der Rundringvariante bereits passiert. Mit der verklebten dagegen noch nie.
Meist ist bei Einsatz von Kompressoren oder Gebläsen die Geräuschkulisse ohnehin größer und die Luftheber müssen nicht unbedingt flüsterleise (sie werden durch die minimal größeren Bohrungen auch nur minimal lauter) sein.

Allerdings muss man beachten, dass Luftheber mit größeren Bohrungen etwas weniger Wasser transportieren und ausreichend Luft eingespeist werden muss, damit nicht Wasser in die Konstruktion zurücklaufen und die Luftaustrittslöcher verkalken, ja bei Einspeisung am untersten Limit, sogar zusätzlich der Luftwinkel durch immer wieder hereindrückendes Wasser verkalken und sich so sehr schnell zusetzen kann.

Schnellbau-Variante mit 32mm Spülrohrbogen und WC-Rosette

Zuletzt möchte ich noch eine Schnellbauvariante für größere Becken vorstellen, die ich bei einem Hilferuf nach Filterausfall mal auf die Schnelle gebaut habe.

Im Baumarkt gibt es 32mm Spülrohrbögen für oben angebaute Spülkästen.
Dazu kauft man sich eine Gummimuffe (Rosette), mit dem der Bogen normalerweise am WC eingedichtet wird. Hier bitte darauf achten, dass diese Muffe innen mindestens 2 Dichtlippen hat. Für meinen Notfall habe ich eine Rosette der Firma Stedo für Rohre von 28-35mm verwendet, welche 3 Dichtlippen hat. Die mittlere, von mir nicht benötigte und somit überflüssige Dichtlippe habe ich einfach mehrfach eingeschnitten, damit ich die Luft auf der ganzen Breite der Gummimuffe verfügbar habe.

Das gerade Rohr mit dem Rohrbogen verbinden und auf die für das Becken passenden Längen bringen, die Luftlöcher in das untere Ende, wie in der ursprünglichen Anleitung beschrieben, einbringen.

Ein Loch für den Luftschlauch in die Rosette stanzen, welches mindestens 1mm kleiner ist, als der Luftschlauch. Ich nehme dafür einfach ein Locheisen 4mm Durchmesser oder eine Lochzange.
Den Luftschlauch in die Bohrung einstecken und die Rosette über das Standrohr/die Bohrungen ziehen.

Antrieb des DN32 Lufthebers mit Spülrohr und WC-RosetteSo sieht der fertige Antrieb aus.

Das war es auch schon. Jetzt nur noch den Luftheber hinter eine Filtermatte stellen, die Luftpumpe anschalten und Freude an der Konstruktion haben.

Es ist erstaunlich, welche Wassermengen diese Konstruktion, selbst mit einer kleinen Schego Ideal, die, soweit ich mich erinnern kann, gerade mal 150l/h Luft bringt, transportiert.

Ich schätze den Wasserdurchsatz auf über 1000l/h, wobei keine so scharfe Strömung erzeugt wird, wie zum Beispiel eine Kreiselpumpe machen würde.

Viel Spaß beim Nachbau.

Ps. Die Notlösung ist bei dem Aquarianer noch heute (der Einsatz war im Mail 2009) in Betrieb. Er will keine Kreiselpumpen mehr kaufen, sondern alle anderen Becken demnächst auf diese, in 10 Minuten zusammengebaute Variante umstellen, bzw. hat dies in der Zwischenzeit getan.

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